IMA Schelling startet „Connected Manufacturing" für Plattenlinien
IMA Schelling hat im Mai 2026 eine Connected-Manufacturing-Plattform veröffentlicht, die Kantenanleimen, Bohren und Zuschnitt in einem Datenstrom für OEE und Predictive Maintenance verbindet.
IMA Schelling hat im Mai 2026 seine Plattform Connected Manufacturing veröffentlicht, die Zuschnitt-, Kantenanleim- und Bohrmaschinen in einer gemeinsamen Datenschicht statt in isolierten Maschinensteuerungen verbindet.
Das System erfasst Zykluszeiten, Werkzeugverschleiß, Leimverbrauch und Fehlercodes über eine gesamte Plattenlinie hinweg. Ausgaben umfassen OEE-Dashboards und Predictive-Maintenance-Warnungen — etwa wenn sich ein Kantenwerkzeug dem Ende seiner Standzeit nähert, sodass es zwischen Schichten statt im laufenden Betrieb gewechselt werden kann.
Die Technologie adressiert einen konkreten Engpass in der Plattenmöbelproduktion: Die Kantenanleimmaschine ist meist der Flaschenhals, und ungeplante Werkzeugwechsel an einer schnellen automatischen Anlage können alle vorgelagerten Maschinen stilllegen.
IoT-basierte Predictive Maintenance ist einer der deutlichsten marktübergreifenden Trends im Kantensegment — zusammen mit der Verlagerung zu Laser- und Heißluft-„unsichtbaren" Fugen, die sichtbare Leimreste an dünnen oder glänzenden Kanten vermeiden.
Für Maschinenkäufer lautet die praktische Frage nicht mehr, ob es eine Steuerungsplattform gibt, sondern ob sie sich in die bestehende MES-/ERP-Ebene integriert und ob die Daten exportierbar sind, wenn die Fabrik später Marken mischt.
